Umweltfrevel und überpflügte Bankette durch Landwirte

Bereits vor einigen Jahren war die unberechtigte Inanspruchnahme gemeindlicher Flächen durch ortsansässige Landwirte ein Thema im Rat und seinen Ausschüssen. Der Gemeinderat hat sich damals recht intensiv mit der Problematik befasst und einige Beschlüsse auch zur Entgeltfrage bei Pachtung oder Erwerb dieser Flächen gefasst. Die SPD-Fraktion möchte jetzt wissen, was aus den damaligen Bemühungen geworden ist.

Aktuell wurde zudem eine erneute Überpflügung gemeindlicher Flächen  und der Einsatz von chemischen Mittel zur Beseitigung der Bankettbegrünung an einem Feldweg festgestellt. Die Fraktion hat das zum Anlass genommen, eine entsprechende Anfrage an den Bürgermeister zu richten. Diese ist nachstehen im Wortlaut wiedergegeben:

„Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Problematik der Inanspruchnahme gemeindlicher Flächen durch Landwirte durch Überpflügen ist bereits mehrfach diskutiert worden. Im November 2013 haben Sie alle betroffenen Landwirte angeschrieben und Alternativen für das weitere Vorgehen dargestellt. Ende 2014 haben sich dann noch einmal die Gremien des Rates mit der Angelegenheit beschäftigt und die Entgelte für die pachtweise Weiternutzung bzw. den Erwerb entsprechender Flächen durch die Landwirt festgelegt. Wir bitten jetzt darum,

das Ergebnis der damaligen Bemühungen darzustellen und zusammenfassend mitzuteilen, welche Flächen zu welchem Preis tatsächlich verkauft wurden und in wie vielen Fällen eine Verpachtung erfolgt ist.

Leider mussten wir feststellen, dass trotz der damaligen Aktion weiterhin vereinzelt Flächen der Gemeinde unter den Flug genommen und dabei Feldwege beschädigt werden. Ein aktuelles Beispiel ist derzeit bei dem parallel zu B 516 verlaufenden Fußweg zwischen Echtrop und Wamel zu besichtigen. Auf einer Länge von rund 200 Metern ist dort der Feldweg angepflügt worden. Wir gehen davon aus, dass dies erst kürzlich erfolgt ist, da das Bankettmaterial deutlich auf der beackerten Fläche zu erkennen ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur die Bankette angepflügt wurde, sondern darüber hinaus der Grünbewuchs der Bankette offensichtlich durch den Einsatz chemischer Mittel vollständig zerstört wurde. Unabhängig von der ärgerlichen Beschädigung der Bankette, dürfte es sich dabei auch um eine Umweltstraftat handeln, der die Gemeinde nachzugehen bzw. der zuständigen Stelle zu melden hat.

Wir bitten darum, in der Sitzung zu den eingeleiteten Maßnahmen zu berichten.“

 

 

Keine Kommentare vorhanden

Machen Sie bei der Konversation mit.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.