Schulsozialarbeit

Sehr eindringlich schilderte die mit der Schulsozialarbeit und der Jugendarbeit in Möhnesee betraute Mitarbeitern in der letzten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur, Vereine und Generationen ihre Arbeit. Deutlich wurde dabei, dass Möhnesee keineswegs die „Insel der Glückseligen“ ist, sondern die gleichen Probleme im Jugendbereich wie andere Gemeinden und Städte hat. Dabei wies sie auch darauf hin, dass ihre Tätigkeit für den Grundschulverbund Möhnesee aufgrund der zeitlichen Vorgaben nur sehr eingeschränkt möglich sei, sie aber durchaus Bedarf für eine Betreuung auch der Grundschüler sehe. Diesen Ansatz verstärkte der Schulleiter des Grundschulverbundes noch, indem er darauf hinwies, dass sich der geringe Zeitanteil für den Grundschulverbund auch noch auf die drei Standorte Körbecke, Günne und Völlinghausen aufteile, so dass die Schulsozialarbeit in diesem Bereich eigentlich auf einen gelegentlichen Austausch mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium begrenzt sei. Die eigentlich erforderliche Betreuung auffälliger Schüler könne daher nicht erfolgen.

Herr Föckeler als Leiter des Grundschulverbundes bat um Beratung und Beschlussfassung zu dem Antrag des Grundschulverbundes, die Schulsozialarbeit an den Grundschulen durch die Einrichtung einer halben Stelle zu unterstützen..

Die anschließende Diskussion im Ausschuss war dann etwas seltsam. CDU und BG sahen zwar auch die Notwendigkeit der Schulsozialarbeit an den Grundschulen ein, bemängelten aber, dass mit rund 24.500 € Eigenmitteln im Kalenderjahr der Haushalt der Gemeinde zu sehr belastet werde. Beide Fraktionen plädierten daher dafür, das Thema erneut in die Fraktionen zu verweisen und darüber hinaus, erst einmal die angeblich vorrangigen und kostenträchtigen Bauvorhaben abzuwickeln. Dem hat die SPD-Fraktion vehement widersprochen.

Zur Kostensituation muss man wissen, dass die vorgenannte Stelle als Schulsozialarbeit im Sinne des Bildungs- und Teilhabepakets durch das Land NRW gefördert. Die Förderung beträgt aktuell rd. 10.535 €. Hinzu kommt eine Förderung durch den Kreis Soest in Höhe von rd. 7.000  €, so dass der Eigenanteil der Gemeinde ca. 24.500 € beträgt.

Nach langer Diskussion stimmte der Ausschuss schließlich dem Beschlussvorschlag der SPD zu. Danach empfiehlt der Ausschuss dem Rat, im Stellenplan für 2020 eine entsprechende halbe Stelle zusätzlich für die Schulsozialarbeit einzurichten. Entsprechend muss dann natürlich auch im Haushalt der Ansatz für die Personalkosten moderat erhöht werden.

Fraktionsvorsitzender Gerhard Bruschke, erklärte in der Ausschusssitzung, dass das Geld bereits dann gut angelegt ist, wenn es über die Schulsozialarbeit gelingt, ein oder zwei der Schülerinnen oder Schüler auf den „normalen“ Weg zurückzubringen und damit Problemfälle für die Zukunft zu vermeiden.

 

 

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