Waldbegehung der SPD

Der Rohstoff Holz entwickelt sich zur Mangelware! Diese Erkenntnis sammelten die Mitglieder der SPD-Fraktion des Soester Kreistages bei einer informativen Waldbegehung auf der Hefe-Halbinsel im Bereich der Gemeinde Möhnesee. Mit dabei auch Möhnesees SPD-Fraktionsvorsitzender Gerhard Bruschke sowie Karl-Heinz Wilmes, Ferdinand Kühnemund und Niklas Dittrich. Was sie und die Kreistagsabgeordneten von Friedrich-Johannes Krächter, dem Fachgebietsleiter Privat- und Körperschaftswald des Regionalforstamtes Soest-Sauerland, hörten, versetzte sie nicht nur in Erstaunen, sondern gab vielmehr Anlass zu ernsthafter Sorge. Denn: Um den Zustand des Waldes ist es nicht gut bestellt!

Allein der Sturm „Friederike“ richtete seinerzeit mit über 2.800 Festmeter Windwurf verheerende Schäden an, die auch heute noch aufgearbeitet werden müssen. Hitze und Trockenheit taten ein Übriges, so dass sich Schädlinge rasant verbreiteten und sich negativ auf den Baumbestand auswirkten. Die Population der Käfer sei so gravierend, dass man dem nicht mehr Herr werde, erklärte Fachgebietsleiter Krächter, zugleich stellvertretender Forstamtsleiter. Er sprach gar von „schleichendem Siechtum“.

Wie der Forstexperte vor den Kreistagsabgeordneten und Ratsmitgliedern erklärte, reichten allein 200 Käfer aus, um einen gesunden Baum zu töten. Deshalb sei es auch zwingend notwendig, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um mit Besprühen des Holzes die Verbreitung dieser Baumschädlinge zu verhindern. Krächter: “Jeder Baum, den wir erhalten, ist besser als kein Baum!“ Das sei ökologisch von Bedeutung, weil Wälder CO2 umwandeln.

Außerdem brauche man mehr Holz als man produzieren könne, erklärte der Forstfachmann und verwies auf die Gegenstände des täglichen Bedarfs vom Toilettenpapier bis hin zu Haushaltsmöbeln. Beeindruckt zeigten sich die Gäste aus dem Kreistag und dem Gemeinderat Möhnesee von dem informativen Rundgang. Einig waren sie sich in der Überzeugung, dass noch vieles getan werden müsse, um diese Krisensituation zu meistern und eine ökologisch heile Welt zu erreichen.

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