Neue Ideen für das Südufer

Bereits im März wollte die SPD-Fraktion über eine öffentliche Veranstaltung die Meinung der Bürgerinnen und Bürger zur touristischen Nutzung des Südufers erfragen. Die Veranstaltung musste jedoch leider wegen eines aktuellen Corona-Falles in Stockum abgesagt werden. Gleichwohl hat sich die Fraktion unter Berücksichtigung diverser Bürgeranfrage weiter mit dem Thema beschäftigt und schlägt jetzt für den ehemaligen britischen Segelclub eine Folgenutzung vor. Neben einem attraktiven Wohnmobilstellplatz kann sich die SPD dort auch einen Saunabereich und eine kleine Gastronomie vorstellen.

In einem Antrag an den Rat der Gemeinde Möhnesee verweist die Fraktion auf die Planungshoheit der Gemeinde, die auch diesen Bereich umfasst. Bei der künftigen Nutzung solle die besondere Situation am Südufer, die vorrangig dem ruhigen Tourismus vorbehalten sei, beachtet werden. Gleichzeitig regt die Fraktion an, Gespräche mit dem Grundstückseigentümer mit dem Ziel einer einvernehmlichen Weiterentwicklung dieses Gebietes zu führen.

Dem zu erwartenden größeren Andrang an Wohnmobilen möchte die SPD mit einer vorübergehenden Ausweisung des Parkplatzes am Atrium als offizieller Wohnmobilstellplatz begegnen. Schon bei der letzten Ortsvereinsversammlung war aus dem Kreis der Mitglieder beanstandet worden, dass bereits zu Beginn der Saison Wohnmobile auch auf Waldparkplätzen stehen, wo sie unter Beachtung der akuten Waldbrandgefahr nicht gern gesehen und auch unzulässig sind.

Nachstehend der Antrag im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

leider konnte die im März geplante Informationsveranstaltung zur künftigen touristischen Nutzung des Südufers wegen der Corona-Krise nicht durchgeführt werden. In der Zwischenzeit wurden jedoch von mehreren Bürgern der Gemeinde ihre Vorstellungen hinsichtlich dieses Bereiches an uns herangetragen.

Aus diesen Gesprächen aber auch aus der öffentlich geführten Diskussion war ersichtlich, dass sich viele Bürger durchaus eine touristische Nutzung vorstellen können, aber einen Hotspot wie z.B. den Seepark in Körbecke oder das „Uferlos“ in Wamel kategorisch ablehnen. Diese Auffassung deckt sich auch mit der Auffassung der SPD-Fraktion, die hier zwar weiterhin eine touristische Nutzung anstrebt, jedoch diese Nutzung deutlich mehr im Bereich von Naturerlebnis und Ruhezone sieht.

Wir beantragen daher,

  1. in Gesprächen mit dem Grundstückseigentümer auszuloten, welche weiteren Nutzungen für das Gelände des ehemaligen britischen Segelclubs aus dessen Sicht möglich sind.
  2. den Grundstückseigentümer auf die besondere Situation im Südufer hinzuweisen und die Planungshoheit der Gemeinde hervorzuheben.
  3. eine Nachnutzung des Geländes im Sinne der einführenden Erläuterungen vorzubereiten. Aus Sicht der SPD kommt dabei allerdings nur eine ruhige touristische Nutzung etwa in Form eines attraktiven Wohnmobil-Stellplatzes ggf. mit zusätzlichen touristischen Angeboten (z.B. ein Saunabereich und eine kleinere Gastronomie) in Betracht.

Wir bitten gleichzeitig darum, in der Ratssitzung auch zum Fortschritt der Überplanung im Bereich des ehemaligen Camping-Platzes „Stockumer Eichen“ zu berichten. Letztlich ist auch die dort angedachte Nutzung von einer Überplanung des Geländes durch die Gemeinde abhängig. Dafür wären aber diskussionsreife Vorschläge seitens des Eigentümers der Fläche erforderlich.

Falls sich die Absicht des jetzigen Eigentümers zerschlagen haben sollte und eine Nutzung der Fläche als Hotelstandort nicht mehr in Betracht kommt, wäre auch die Situation in Bezug auf den ehemaligen britischen Segelclub neu zu bewerten.

Vorab beantragen wir,

unter Berücksichtigung der erwarteten zusätzlich Gäste am See, den Parkplatz am Atrium vorübergehend als Wohnmobilstellplatz zu kennzeichnen und dort eine Übernachtung in Wohnmobilen zuzulassen.

Wir gehen davon aus, dass für diesen Antrag keine gesonderte Beschlussfassung durch den Gemeinderat erforderlich ist und es sich um einen Vorgang handelt, den der Bürgermeister ggf. unter Einschaltung des Kreises Soest selbst entscheiden kann. Für diesen Fall bitten wir lediglich um eine Kenntnisgabe der Anordnung in der nächsten Ratssitzung.

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