Krieg in der Ukraine – Gemeinsame Erklärung

Durch den unbegründeten und unberechtigten Überfall Russlands auf die Ukraine bleibt dieser Traum von einem friedlichen MITEINANDER zunächst nur ein Wunsch. Fassungslos und tief erschüttert blicken wir auf die Geschehnisse in der Ukraine und das Verhalten Russlands und seines Diktators.

„Wir stehen vor einer großen Aufgabe, die wir nur MITEINANDER schaffen können“

Gemeinsame Erklärung des Rates und der Bürgermeisterin der Gemeinde Möhnesee

Vergangene Kriege forderten Millionen Tote. Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die
Ukraine verlieren wieder viele Soldaten und Soldatinnen und unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder, junge
Erwachsene und ältere Menschen, ihr Leben, werden verletzt oder müssen Ihre Heimat zum Schutz Ihres Lebens
verlassen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die schlimmen Folgen dieses Krieges zwingen
inzwischen weit mehr als eine Million Menschen ihre Heimat zu verlassen und außerhalb der Ukraine Schutz zu
suchen. Unter den Ankommenden befinden sich viele Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter.
Wir alle hatten gehofft, dass nach der Überwindung des kalten Krieges eine neue Zeit mit Frieden und Freiheit in
Europa, besser noch weltweit, Einzug hält.

Durch den unbegründeten und unberechtigten Überfall Russlands auf die Ukraine bleibt dieser Traum von einem
friedlichen MITEINANDER zunächst nur ein Wunsch. Fassungslos und tief erschüttert blicken wir auf die
Geschehnisse in der Ukraine und das Verhalten Russlands und seines Diktators.

Aus der Geschichte unseres Landes haben wir gelernt, wie wichtig es ist, sich für freiheitliche-demokratische
Werte einzusetzen, so wie es die Bürger der Ukraine aktuell mit aller Kraft und mit Überzeugung tun.
Unser Regierungspräsident Hans-Jochen Vogel erklärte in einer Videokonferenz für die Bürgermeister, dass die
russische Kriegsführung es anscheinend darauf abzielt, ganze Landstriche unbewohnbar zu machen. Das wird
auch über die UN Hilfsorganisationen vor Ort bereits festgestellt. Welche Ausmaße das noch annimmt, kann zur
Zeit niemand mit Gewissheit sagen. Im Fall einer russischen Besetzung würde ein zusätzlicher Exodus eintreten.
Inzwischen haben bereits auch über 100.000 Menschen aus Russland Asyl in der EU beantragt, um den
verbrecherischen Sanktionen Putins zu entkommen.

Viele Menschen in Europa und darüber hinaus auf allen Kontinenten der Welt zeigen eine große Solidarität und
Hilfsbereitschaft.

Auch in Möhnesee gibt es viele verschiedene Hilfsaktionen und die Bereitschaft Schutzsuchende aus der Ukraine
direkt hier aufzunehmen.

Jetzt kommt es darauf an, Hilfe gezielt zu organisieren, damit sie auch dort ankommt, wo sie benötigt wird. „Wir
müssen planvoll handeln.“ Darauf haben sich alle Bürgermeister im Kreis Soest und im Regierungsbezirk mit der
Landrätin Eva Irrgang und dem Regierungspräsidenten Hans-Jochen Vogel verständigt. Wie sich die Lage
entwickelt, kann man derzeit noch nicht sagen. Wir müssen uns allerdings darauf einstellen, dass Hilfe noch sehr
lange benötigt wird. Unterkünfte werden nicht nur für ein paar Wochen, sondern eher für mehrere Monate oder
auch Jahre benötigt.

Für die Hilfe vor Ort in Möhnesee kommt es nun darauf an, sich darauf einzustellen, Hilfe sowohl kurzfristig aber
auch langfristig zu organisieren.

Der Rat und die Verwaltung der Gemeinde Möhnesee bereiten sich aktiv und mit allen Kräften der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen des Kreises, dem Kreis Soest,
der Bezirksregierung Arnsberg und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Gemeinde Möhnesee auf die
Menschen aus der Ukraine vor.

Aktuell wird dafür Sorge getragen, dass mobile Unterkünfte in der Gemeinde Möhnesee geschaffen werden.
Wer helfen möchte oder bereits konkrete Hilfs- oder Wohnangebote hat, kann sich bei der Gemeinde unter
gemeinde@nullmoehnesee.de melden. Die Gemeinde wird versuchen, gezielt zu vermitteln und zugewiesene
Geflüchtete passend unterzubringen. Wir kommen bei Bedarf auf Ihr Angebot zurück.
Sollten Sie bereits Personen aus der Ukraine aufgenommen haben, bitten wir Sie uns dies mit den Kontaktdaten
mitzuteilen. So können wir rasch alle erreichen. Ferner wäre es gut, wenn wir wüssten, ob jemand seine
Fachkompetenz dem hiesigen Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen möchte.

Auf unserer Homepage der Gemeinde Hilfe für ukrainische Geflüchtete – Gemeindeverwaltung Möhnesee
(gemeinde-moehnesee.de) und der Seite des Kreises Soest Kreis Soest – Hilfe für die Ukraine, finden Sie
aktuelle Informationen für ALLE, die Hilfe anbieten möchten oder die Hilfe suchen. Bitte beachten Sie, dass sich
diese allerdings aufgrund der dynamischen Lage laufend ändern können. Wir werden die Informationen auf den
aktuellen Stand halten.

„Lassen Sie uns Miteinander diese Aufgabe angehen. Unterstützen sie, so wie sie die Möglichkeit dazu haben,
gerne langfristig.“
Wir bedanken uns bei allen, die sich bereits engagieren oder noch helfen möchten.
Möge der Aufruf zum Frieden und zur Versöhnung siegen, damit nicht noch mehr unnötiges Leid unseren
Kontinent überflutet.

Möhnesee, 08. März 2022
Gemeinde Möhnesee
Bürgermeisterin Maria Moritz

CDU Fraktion
Birgit Honsel

BG Fraktion
Christian Wolf

SPD Fraktion
Gerhard Bruschke

Die Grünen am See Fraktion
Uwe Beißner

FDP Fraktion
Dr. Boris Cramer

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